Tag des offenen Denkmals

Gitarrenkonzert in der Villa Kappes am 08.09.2019, 15.00 Uhr
mit Rolf Günter Lepnikow und Dirk Mayer

Teil I: Gitarren Solo - Dipl.-Mus. Rolf Günter Lepnikow

1. Francisco Tarrega "Capriccio Arabe"
2. Isaac Albeniz "Torre Bermeja"
3. Miguel Llobet "Canco de lladre"
4. Antonio Ruiz-Pipo "Canciones y Danza No. 1"
5. Miguel Llobet "La Filla del Marxant"
6. Isaac Albeniz "Asturias"
7. Rolf Günter Lepnikow "Einsamkeit"
8. Francisco Tarrega "Requerdos de la Alhambra"
9. Anonymus Flamenco "Buleria"

                       —- Pause —-

Teil II: Gitarrenduette - Dipl.-Mus. Rolf Günter Lepnikow, Dirk Mayer

1. Adam Falckenhagen "Minuett in E– Dur" - Lautenduett
2. Roland Wolf "Viva la Guitarra" - Suite für 2 Gitarren
  a ) „Donna Maria“
  b) „Guitano (Zigeuner)“
  c) „Fredericos Erzählung“
  d) „Requerdos de Sevilla“
  e) „Morgenröte über Granada“
  f) „Viva la Guitarra“

3. Mauro Giulliani "Grandi Variazioni Concertanti Op. 130" für 2 Gitarren
   a) Introduzione
   b) Tema
   c) Variatione 1
   d) Variatione 2
   e) Variatione 3
   f) Variatione 4
   g) Variatione 5
   h) Variatione 6 + Coda

 

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Tag des offenen Denkmals 2019

Harmonie

 

55411 Bingen Kurfürstenstraße 1
Sonntag, 8. September 2019
10.00 - 16.00 Uhr

 

Inge Kappes
Malerei

Rolf Günter Lepnikow
Dirk Mayer

Klassik-Gitarren-Konzert

 

Architektonischer Schatz mit Seele

Die neoklassizistische Jugendstilvilla des Dominikus Böhm

Als krönender Abschluß von Bingens einstiger Prachtstraße, der Mainzer Straße, ließ sich Kommerzienrat Fischer von 1908 bis 1910 eine Jugendstilvilla erbauen. Heute nach über 100 Jahren hat sich das Gesicht der  Mainzer Straße stark gewandelt, von der einstigen Prosperität der Überwiegend  mit dem Weinhandel verbundenen Einwohner ist noch ein Hauch zu spüren. Mit  Weinornamenten dekorierte repräsentative Fassaden lassen die Vergangenheit  auferstehen.
In der Kurfürstenstraße aber, die von der Innenstadt herkommend  rechts vom Binger Boulevard abzweigt, ist in der Villa des Kommerzienrates  Fischer der Geist des Jugendstils noch sehr lebendig. Die neoklassizistische Villa hat alle Zeitläufe fast im Originalzustand Überstanden und überrascht den Eintretenden durch Würde und  Perfektion der Gestaltung.
Architekt war der berühmte Sakralbaumeister Dominikus Böhm (1880-1955), der damit Bingen nicht nur zu einem der ersten Betonbauten verhalf, sondern auch in der Architekturgeschichte Meilensteine setzte und den klassizistischen Jugendstil  auch im Interieur stringent bis ins kleinste Detail vom in die Wand eingelassenen Medaillon bis hin zur Linienführung der Türen und Schlösser umsetzte.
Nach Kommerzienrat Fischer ging die Villa in die Hände der Reichsbahn und danach an die Bundesbahn über. Seit einigen Jahren befindet sie sich nun nach dem Tode Ihres Mannes im Besitz von Architektin Inge Kappes, die ihr Erbe mit Sachverstand und Liebe weiterführte. Die Kölnerin und Wahl-Bingerin verstand es nicht nur hervorragend den Stil des Hauses zu bewahren. Sie erweckte ebenso seine in ihm wohnende Seele. Gepaart mit ihrer Ausbildung und Erfahrung als Architektin präsentiert sich die alte Villa mittlerweile im neuen Glanz
Das  schwere Gemäuer strahlt eine heitere Gelassenheit aus, Ruhe und Harmonie haben ihren Platz in den Räumen gefunden. Davon  können sich die Besucher ein Bild machen während des Tages des offenen Denkmals im September. Dazu öffnet Inge Kappes gern die Pforten ihres imposanten Domizils und lädt alle Interessierte ein.

 

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